Der KWD – von 1968 bis Heute

Entstehung des KWD´s, dem KunststoffWochenDienst

Winfried_HamichWinfried Hamich, geboren am 1. Juli 1938 in Kassel (gestorben am 5. Juni 2009), gründete 1968 die Informationszentrale Kunststoffe. Im September 1974 erfolgte die erste Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Informationsdienstes KunststoffWochenDienst (KWD) mit Informationen zum Bauen mit Kunststoffen, die des englischsprachige KWD-globalpipe mit internationalen Nachrichten zu Rohren und Fittings im Jahr 2001.

Zunächst hatte Winfried Hamich ein Studium zum Ingenieur für Tiefbau, Wasserwirtschaft und Kulturbau abgeschlossen und dann noch Geographie und Politikwissenschaft an der TH Darmstadt studiert. Nach Abschluss des 2. Staatsexamens trat Winfried Hamich in den Schuldienst ein. Während der Studienzeit arbeitete er bereits in verschiedenen Institutionen und Verbänden mit und war dort für die journalistischen Aufgaben zuständig. Auch nach dem Eintritt in den Schuldienst war er parallel zum Unterricht im Bereich der technischen Ausbildungspolitik journalistisch tätig.

1968 – 2009: Informationszentrale Kunststoffe, KWD Informationsdienste und Studien

Angeregt durch die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für das Bauen mit Kunststoffen, IBK Darmstadt, erfolgte der Aufbau eines umfangreichen Firmen-, Produkt- und Markt-Archivs seit 1968 im Rahmen der von ihm gegründeten Informationszentrale Kunststoffe. Dabei erarbeitete Winfried Hamich über 100 Fachartikel im Bereich „Kunststoffe im Bauwesen“. In dieser Zeit entstanden enge und dauerhafte Kontakte zu nahezu allen Rohr- und System-Pionieren von T. Engel / F. Imgram über H. Peters, Dr.-Ing. H. Lutz, G. Rosenberg, A. Kloep sen., H. Siegmund, Dr. W. Winkler, D.F. Liedelt, Th. Fehlings, W. Heuser, H. Rahn usw. usw. sowie den wichtigsten „Kleinrohr“-Produktionen Europas.

Winfried_Hamich_1974Im September 1974 erfolgte die erste Ausgabe des wöchentlichen Informationsdienstes KunststoffWochenDienst KWD und die vorübergehende Herausgabe der Periodika „Kunststoff-Möbel und Zubehör“ KMZ sowie „Fußbodenheizung, Sanitärrohre und Radiatoranbindung“ FSR. Um sich voll und ganz der journalistischen Tätigkeit widmen zu können schied Winfried Hamich 1995 vorzeitig als Oberstudienrat aus dem Schuldienst aus. In seiner weiteren Laufbahn als freier Journalist folgte die Erstellung und Herausgabe von Marktstudien in den Bereichen Dämmstoffe, Folien und Fenster, ab etwa 1998 dann auch Studien im Bereich von Heiz- und Sanitärsystemen. Später englischsprachige Studien im Bereich „Heating & Plumbing Pipes“ für Europa, China und den USA sowie Spezialisierung auf den Bereich „Aluminium Multilayer Pipes. In 2001 startete Winfried Hamich die Herausgabe des englischsprachigen Informationsdienstes „KWD-globalpipe“ mit weltweiten Nachrichten zu Produkten, Unternehmen und Märkten im Bereich von Rohren und Fittings.

Der Bereich „Rohre und Fittings für die Haustechnik“ nahm in der Redaktionsarbeit einen immer größeren Stellenwert ein. Daher wurde der KWD 2001 aufgeteilt in zwei Bereiche: Der KWD-Fenster berichtet seitdem über die Bereiche Fenster, Türen und Umfeld. Der Bereich Folien wird seit 2010 nicht mehr journalistisch aufbereitet. Der KWD-SHK widmet sich den Themen Rohre und Fittings für die Haustechnik und deren Anwendungen sowie Rohrisolierung und Dämmplatten.

Auf die Frage, warum W. Hamich den KWD gegründet hat, hat er folgende Antwort gegeben:

„In den Jahren nach 1968 brummte die Wirtschaft und mit ihr auch die vielen Baufachzeitschriften, die dringend nach „Futter“ schrien, um die reichlichen Anzeigen einzubetten. Besonders gefragt waren damals Berichte und Informationen aus den gerade neu entstehenden Bereichen, wie Dämmstoffe, Folien und Fenster und Kunststoffrohre für die Haustechnik.“ (Zitat: Winfried Hamich, 1.7.2008, aus dem Artikel „KWD: Rückblick auf fast 40 Jahre „Bauen mit Kunststoffen“).

Am 5. Juni 2009 ist Herr Winfried Hamich nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren friedlich eingeschlafen. Bis kurz vor seinem Tod hat er an den Entwicklungen in der SHK-Branche teilgenommen und zuletzt noch den Kommentar zum KWD-SHK Archiv geschrieben – das war das letzte von ihm initiierte Projekt und er hat sich sehr gefreut, dass er den Abschluss miterleben durfte. Er war als Mensch immer deutlich und direkt, was auch schon mal zu heftigen Gegenreaktionen führte. Im Ende aber war immer das sachliche Gespräch da und gerade die intensive Auseinandersetzung führte zu vielen engen Kontakten. Die Anerkennung in der Branche war für ihn der größte Lohn. Er wurde als faszinierender Mensch und geschätzter Gesprächspartner mit hoher Sach- und Marktkenntnis beschrieben. Durch seine unnachahmliche Art, sein Leben zu leben, hat er viel bewegt und erreicht.

Seit 2005: HIX Publishing, KWD Informationsdienste und Studien

Von links: Michaela Hamich-Helbrecht (Recherche), Ralf Hamich (IT, Internet, Fotos) und Jutta Hix (Chefredaktion und Leitung).

Von links: Michaela Hamich-Helbrecht (Recherche), Ralf Hamich (IT, Internet, Fotos) und Jutta Hix (Chefredaktion und Leitung).

Der KWD-Verlag wird von seinen Kindern unter der Leitung von Jutta Hix (geb. Hamich) weitergeführt. Bereits seit 2005 arbeitete Jutta Hix unter der Firmierung HIX Publishing gemeinsam mit ihrem Vater Winfried Hamich im Bereich der KWD Informationsdienste und Marktstudien. Aktuell werden weiterhin der KWD-SHK, KWD-Fenster und KWD-globalpipe sowie diverse Marktstudien im Bereich von Rohren und Fittings für die Haustechnik erarbeitet und vertrieben. Dabei setzt sich das KWD-Team aus den Kindern Jutta Hix, Michaela Hamich-Helbrecht und Ralf Hamich zusammen sowie aus weiteren festen und freien Mitarbeitern.

In der zweiten Generation des KWD hat es optisch viele Veränderungen gegeben. Dank besserer Software werden die Daten strukturiert gesammelt, aufbereitet und nach jeweiliger Anforderung ausgewertet. Grafiken und Tabellen können in vielfältiger Art und Weise erstellt werden. Der Grundgedanke aber ist geblieben: unvoreingenommenes Sammeln und Aufbereiten von Informationen sowie freies Arbeiten unabhängig von Anzeigenschaltung.